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Landesarzt für Menschen mit Behinderungen des Landes Baden-Württemberg

Frühförderung + Inklusion

Frühförderung und Inklusion von Kindern mit Behinderungen und drohenden Behinderungen sind wichtige sozial-, familien-, bildungs- und gesundheitspolitische Anliegen in Baden-Württemberg. Interdisziplinäre Frühförderung vereint medizinische, therapeutische, psychologische und pädagogische Kompetenzen. Diagnostik, Therapie, gezielte Förderung und Begleitung erfolgen über die Grenzen einzelner Professionen hinweg.

Ziel der Frühfördermaßnahmen ist es, drohenden Behinderungen entgegen zu wirken oder die Auswirkungen vorhandener Behinderungen zu mildern und betroffene Familien zu begleiten. Gefördert werden können Kinder vom Zeitpunkt der Geburt an bis zum tatsächlichen Schuleintritt.
Die Angebote richten sich z.B. an Familien mit Kindern

  • die vor, während oder nach der Geburt besonderen Gefährdungen ausgesetzt waren
  • mit geistiger und/oder körperlicher Behinderung
  • mit Seh- und/oder Hörschädigungen
  • mit Störungen in der Sprachentwicklung
  • mit Verhaltensauffälligkeiten und/oder Entwicklungsverzögerungen. 

Schwierige soziale Lebenssituationen können zusätzlich vorliegen.
Die Hilfen orientieren sich primär am einzelnen Kind, aber auch an den Bedürfnissen seiner Familie. In der Frühförderung bedarf es einer intensiven und gleichberechtigten Kooperation zwischen Eltern/Sorgeberechtigten und Fachkräften. Die Eltern bringen ihr besonderes Wissen aus der Kenntnis ihres Kindes und seiner Umwelt ein. Aufgabe der Fachkräfte ist die Beratung, Begleitung und Stärkung der Familie. Wesentliches Merkmal der Interdisziplinären Frühförderung ist dabei die partnerschaftliche Zusammenarbeit zwischen den beteiligten Fachdisziplinen wie z.B. Pädiatrie, Krankengymnastik, Logopädie, Ergo- und Physiotherapie, Psychologie, Heil- oder Sozialpädagogik.
Grundlage der Arbeit der Fachleute in der Interdisziplinären Frühförderung ist die „Rahmenkonzeption Frühförderung Baden-Württemberg“ von 1998 sowie die am 01. Juli 2014 in Kraft getretene „Landesrahmenvereinbarung (LRV-IFF) zur Umsetzung der Verordnung zur Früherkennung und Frühförderung behinderter und von Behinderung bedrohter Kinder in Baden-Württemberg“.
Die Überregionale Arbeitsstelle Frühförderung (ÜAFF) ist Ansprechpartner für alle im interdisziplinären Arbeitsfeld Frühförderung tätigen Personen und Institutionen. Weitere Informationen zu den Aufgaben der ÜAFF finden Sie im Flyer unter „Weitere Informationen“.
Interdisziplinäre Frühförderstellen und Sonderpädagogische Frühberatungsstellen sind wohnortnah und kreisbezogen aktiv. Sie haben unterschiedliche Rahmenbedingungen, welche Sie den entsprechenden Flyern entnehmen können. Sozialpädiatrische Zentren, Kinderkliniken und die Sonderpädagogischen Beratungsstellen für Sinnesbehinderungen sind kreisübergreifend tätig. Im „Wegweiser Frühförderung Baden-Württemberg“ finden Sie ein nach Kreisen sortiertes Verzeichnis der Frühförderstellen und weiterer wichtiger Partner in der Frühförderung.